Limburgerhof auf dem Weg zur ‚digitalen Gemeinde?‘

Limburgerhof auf dem Weg zur ‚digitalen Gemeinde?‘

PRESSE-INFORMATION
Rund 40 interessierte Teilnehmer konnte Michael Goldschmidt, Vorsitzender der FDP Limburgerhof, am vergangenen Freitag bei der 2. Veranstaltung „Zukunft im Dialog – Limburgerhof“ mit dem Thema „Digitalisierung – Modeerscheinung oder Zukunftsperspektive?“ im Limburgerhofer Schlösschen begrüßen. Darunter Willi Dörfler, Beigeordneter der Gemeinde Limburgerhof, die Mitglieder der FDP-Fraktion im Limburgerhofer Gemeinderat, Thomas-Brammer-Türck (Vorsitzender) und Esther Hoffmann, Dr. Brigitte Auweter (stv. SPD-Fraktionsvorsitzende) und Jürgen Creutzmann, FDP-Landesschatzmeister.

Als Experten begrüßte Gastgeber Michael Goldschmidt den FDP Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin, digitalpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion sowie Obmann im Bundestagsauschuss Digitale Agenda, und Otto Schell, CEO des Otto Schell Instituts für Digitale Transformation. Die Experten diskutierten mit den Gästen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich eine Gemeinde zu einer ‚digitalen Gemeinde‘ entwickeln kann. Zwar sei Limburgerhof, so Höferlin, per Glasfasertechnologie bereits an schnelles Internet angebunden, der Zugang der Endverbraucher zum Internet erfolge aber noch über Kupferleitungen, weshalb sie bislang noch keinen Zugriff auf die volle Leistungsfähigkeit des Netzes hätten.

IT-Experte Schell wähnt den Standort Deutschland noch in der ‚Urzeit‘ der Digitalisierung und forderte die Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, wolle das Land nicht massiv an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen. Ebenso gefragt seien mehr Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Technologien bzw. ein massives Umdenken beim Einsatz von Informationstechnik zum Beispiel in der schulischen und beruflichen Bildung.

Höferlin verwies darauf, dass man Bürger, Wirtschaft und Verwaltung auf dem Weg in die Digitalisierung mitnehmen müsse. Das sei eine parteiübergreifende Aufgabe, an deren Lösung Bürger tatkräftig mitwirken müssten. Dabei dürfe niemand abgehängt werden. Es gebe bereits einzelne Beispiele erfolgreicher Digitalisierung in der Verwaltung. Sie mache aber nur dort Sinn, wo die gesamte Prozesskette komplett abgearbeitet werden könne, wie etwa bei der An- oder Abmeldung von Bürgern beim Einwohnermeldeamt oder etwa der Zulassung von Kraftfahrzeugen. Potentiale für eine erfolgreiche Digitalisierung sieht der Bundestagsabgeordnete vor allem in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit, Mobilität und der Arbeit im Home-Office. Einerseits erfordere das die Schaffung von Freiräumen und Anreizen zum Experimentieren, so Höferlin, andererseits aber dürfe das nicht zu Lasten des Schutzes der Privatsphäre und der Datensouveränität gehen.

Dass ein Großteil der Anwesenden die Digitalisierung eher als Chance versteht denn als Risiko, machte das Ergebnis einer anonymen Spontanabfrage per Smartphone und Internet-Cloud deutlich, zu der Goldschmidt die Teilnehmer zu Veranstaltungsbeginn eingeladen hatte. Damit, so das Resümee des Gastgebers, berge das Thema Digitalisierung erhebliche Zukunftsperspektiven auch für Limburgerhof und seine Bürgerinnen und Bürger.

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